Die Skiausrüstung ist im Wandel begriffen, das wird vor allem “ganz oben” deutlich – waren Helme beim Wintersport vor nicht allzu langer Zeit eher den Rennläufern vorbehalten, prägen sie heute das Bild auf der Piste. Entsprechend erreichen die “Helmtragequoten” bei Kindern annähernd 100 Prozent, bei den Erwachsenen bereits weit über 50 Prozent. Wir haben für Euch die wichtigsten Fakten zum Thema “Skihelm” zusammengetragen.
Wie entsteht ein Skihelm?
Die Skihelme werden in zwei verschiedenen Herstellungsverfahren gefertigt. Beim Inmold-Verfahren wird die Oberschale fest mit Hartschaum verschweißt, was den Helm sehr stabil, leicht und langlebig macht. Alternativ dazu wird die Außenschale aus Polycarbonat mit expandiertem Kunststoff (Styropor) verklebt – dies macht den Helm stabiler, schlägt aber auch mit einem deutlich erhöhten Gewicht zu Buche. Alle auf dem Markt vertretenen Helme entsprechen verbindlichen Sicherheitsnormen. Der ADAC hat – immer mit Blick auf die Sicherheit – vor allem Komfort und Handhabung der Helme unter die Lupe genommen.
Worauf kommt es beim Skihelm an?
Anpassbarkeit und die Trageeigenschaften der Helme stehen im Fokus. Sehr viele Helme besitzen ein individuelles Anpassungssystem, das sich am Hinterkopf mittels Drehkopf einfach regulieren lässt. Wichtig für die Trageeigenschaften sind Passform, Rutschfestigkeit und Handhabung. Ebenfalls wichtig ist die Kombinationsmöglichkeit des Helms mit einer Skibrille. Hierbei fällt auf, dass Anbindungspunkte fast ausschließlich am Hinterkopf angebracht sind. Beim Hochschieben der Brille aus dem Gesichtsfeld besteht so die Gefahr, dass sie nach hinten vom Kopf gleitet und sogar verloren geht. Eine gute Belüftung des Helms trägt wesentlich zum Wohlbefinden bei – sie ist nur gewährleistet, wenn ein ausreichender Luftaustausch stattfinden kann und etwaige Transpirationsfeuchtigkeit nach außen transportiert wird.
Tipps zum Helmkauf
Beim Helmkauf gilt die Devise »Try and buy«! Nehmen Sie sich Zeit zum Anprobieren und kaufen Sie ein Produkt, das wirklich gut sitzt. Ein Helm, der sein Geld wert ist, stimmt in Größe und Passform. Er wackelt weder nach vorne und hinten, noch zur Seite. Das Kinngurtsystem sollte gut auch mit Handschuhen bedienbar sein und nicht kratzen. Außerdem sollten Sie trotz der Ohrenklappen noch gut hören können. Es lohnt sich, mehrere Modelle verschiedener Hersteller zu probieren. Denn jedes Fabrikat hat seine eigene Passform. Der Helm sollte bei längerem Tragen und bei Bewegung bequem sein und immer auf seiner Position bleiben. Keinesfalls darf er das Sichtfeld beeinträchtigen. Der Helm muss in jedem Fall mit der Skibrille zusammenpassen. Die Brillenränder dürfen nicht vom Gesicht abgehoben werden und UV -Strahlung und Zugluft durchlassen. Am besten testet man bereits beim Helmkauf, ob die eigene Skibrille mit dem Helm kompatibel ist und einwandfrei sitzt. Bevor Skihelme auf dem europäischen Markt angeboten werden dürfen, müssen sie die europäische Norm CE EN 1077 erfüllen. Beim Interneteinkauf ist Vorsicht geboten: Die Passgenauigkeit lässt sich nur schwer abschätzen und Billigprodukte aus Fernost, die europäischen Sicherheitsstandards nicht genügen, können ein erhebliches Sicherheitsrisiko darstellen.

